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Ihr Ansprechpartner
Rhein-Pfalz-Kreis - Ausländerrecht (22)
Öffnungszeiten:

Termine nur nach tel. Vereinbarung Montag bis Mittwoch zwischen 14.00 u 16.00 Uhr. Allgemeine Anfragen bitte an Andreas.strassner@kv-rpk.de

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  • Europaplatz 5
    67063 Ludwigshafen am Rhein
    Gebäude: Kreishaus

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Telefon: 0621 5909-0
E-Mail:
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An wen muss ich mich wenden?

Zuständige Behörden für die Einbürgerungen sind die Kreisverwaltungen und Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte- In Landkreisen kann der Antrag auch bei den Gemeindeverwaltungen der verbandsfreien Gemeinden, den Verbandsgemeindeverwaltungen und den Stadtverwaltungen der großen kreisangehörigen Städte abgegeben werden.  

Die Einbürgerungsbehörden beraten gebührenfrei und unverbindlich. Die Beratungsmöglichkeit besteht unabhängig von einer Antragstellung.

Anträge / Formulare

Die Einbürgerungsbehörden halten Antragsformulare bereit. Dort wird auch geklärt, welche Unterlagen Sie dem Antrag beifügen müssen. Sie sparen damit Zeit und unnötige Rückfragen.    

Antragsformulare sind in Landkreisen auch bei den Gemeinde- und Verbandsgemeindeverwaltungen erhältlich.

Leistungsbeschreibung

Ausländerinnen und Ausländer können unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. Im Regelfall müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsrecht als Unions- oder Schweizerbürgerinnen bzw. -bürger,
  • mindestens acht Jahre Inlandsaufenthalt,
  • Unterhaltsfähigkeit,
  • ausreichende Deutschkenntnisse,
  • staatsbürgerliches Grundwissen,
  • keine Mehrstaatigkeit,
  • nicht bestraft,
  • Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes, keine Anhaltspunkte für eine extremistische oder terroristische Betätigung.
Für besondere Fallkonstellationen gibt es besondere Einbürgerungsgrundlagen. Über diese Besonderheiten und Ausnahmen von den Regelvoraussetzungen beraten die Einbürgerungsbehörden.  

Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen erhalten Sie unter



Links:
Spezielle Hinweise für - Rhein-Pfalz-Kreis

Was bringt mir die deutsche Staatsangehörigkeit?
Wie jeder andere Staat, gewährt die Bundesrepublik Deutschland ihren Staatsangehörigen viele Rechte, die Ausländerinnen oder Ausländer nicht zustehen. Erst mit Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erhalten Sie diese Rechte und können diese auch nutzen.

Als deutsche Staatsangehörige/ deutscher Staatsangehöriger haben Sie unter anderem

  • das uneingeschränkte Recht auf Freizügigkeit innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union; also die freie Wahl des Aufenthaltes und des Wohnsitzes,
  • das Recht der freien Berufswahl (z.B. Beamter), ein freies Niederlassungsrecht (z.B. Ärzte) und das Recht der Gewerbefreiheit, das grundsätzliche zur Eröffnung eines Geschäftes berechtigt,
  • Schutz vor Ausweisung und Auslieferung an einen anderen Staat,
  • die visafreie Reisemöglichkeit in viele Länder, auch außerhalb von Europa,
  • Schutz durch die Bundesrepublik bei Auslandsaufenthalten und
  • das Recht zu wählen und gewählt zu werden (aktives und passives Wahlrecht).

Wie stelle ich einen Antrag auf Einbürgerung?
Die Einbürgerung erfolgt nie automatisch, sondern persönlich auf schriftlichen Antrag.

Wer das 16. Lebensjahr vollendet hat kann den Antrag selbst stellen. Für jüngere Personen müssen die gesetzlichen Vertreter die Einbürgerung beantragen; dies sind in der Regel die Eltern.

Lassen Sie sich vor der Antragstellung von uns individuell und ausführlich zu den Einbürgerungs-voraussetzungen und zum Ablauf des Einbürgerungsverfahrens beraten. Sie erfahren welche Unterlagen Sie konkret vorlegen müssen. Zudem erhalten Sie alle Informationen über den weiteren Ablauf des Verfahrens, die entstehenden Kosten und die erforderlichen Antragsformulare.

Die Beratung ist unverbindlich und gebührenfrei.

Voraussetzungen

Im Folgenden erfahren Sie die Voraussetzungen für die Einbürgerung von Ehegatten und Lebenspartnern von Deutschen, nach bereits 3 Jahren Aufenthalt in Deutschland.

Diese Einbürgerung kommt für Sie jedoch nur in Frage, wenn Sie nicht bereits einen Anspruch auf Einbürgerung erworben haben.

Für minderjährige Kinder besteht die Möglichkeit der Miteinbürgerung unter Verkürzung der erforderlichen Aufenthaltsdauer.

Aufenthaltsdauer
Der rechtmäßige* und gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland muss grundsätzlich ununterbrochen seit 3 Jahren bestehen.

Die für den deutschen Rechtskreis gültige eheliche Lebensgemeinschaft oder partnerschaftliche Lebensgemeinschaft muss im Zeitpunkt der Einbürgerung seit 2 Jahren bestehen und noch tatsächlich gelebt werden. Der Ehegatte/Lebenspartner muss in dieser Zeit deutscher Staatsangehöriger oder Statusdeutscher gewesen sein.


Diese Regelung gilt auch, wenn die Einbürgerung bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Tode des deutschen Ehegatten/Lebenspartner oder nach Rechtskraft des die Ehe auflösenden Urteils beantragt wird und dem Antragsteller die alleinige Personensorge für ein Kind aus der Ehe zusteht, welches bereits die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

*Als rechtmäßiger Aufenthalt zählen ferner alle Zeiten in denen der Einbürgerungsbewerber eine Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis, Daueraufenthalt EG, Blaue Karte EU, Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Unionsbürgern besessen hat oder freizügigkeitsberechtigter EU-Bürger ist oder als Ausländer vom Erfordernis des Aufenthaltstitels befreit war. Bei Asylberechtigten und Flüchtlingen können Zeiten des Asylverfahrens berücksichtigt werden.
 
Aufenthaltsstatus
Zum Zeitpunkt der Einbürgerung sollten Sie ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen:
  • Niederlassungserlaubnis, Daueraufenthalt EG,
  • freizügigkeitsberechtigter EU Bürger oder deren Familienangehörigen und Lebenspartner,
  • Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger mit Aufenthaltserlaubnis,
  • eine Blaue Karte EU,
  • eine Aufenthaltserlaubnis (ausgenommen sind Aufenthaltserlaubnisse nach §§ 16, 17, 17a, 20, 22, 23 Abs. 1, §§ 23a, 24 und 25 Abs. 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes).
Ausreichend Wohnraum
Sie müssen eine Wohnung oder Unterkunft haben.

Sicherung des Lebensunterhaltes
Sie müssen sich und Ihre Angehörigen zu ernähren im Stande sein. Das heißt, Sie müssen sich und Ihre Familie grundsätzlich aus eigener Erwerbstätigkeit oder aus Ihrem Vermögen versorgen können. Bei Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern reicht es natürlich aus, wenn der Unterhalt durch die Partner gemeinsam gesichert wird.

Bei Selbständigen ist hierbei zu beachten, dass diese selbst für Ihre soziale Absicherung sorgen müssen. Dies ist im Einzelfall durch Vorlage entsprechender (Lebens-) Versicherungen nachzuweisen. Hinsichtlich der Absicherung für das Alter muss diese Versicherung mindestens dem Regelsatz nach dem Zweiten bzw. Zwölften Buch Sozialgesetzbuch entsprechen.

Können Sie Ihren Unterhalt nur durch Inanspruchnahme öffentlicher Mittel (z.B. Arbeitslosengeld 2 oder Sozialhilfe) sichern, ist eine Einbürgerung daher grundsätzlich nicht möglich.
Bereits der theoretische Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 oder Sozialhilfe schließt eine Einbürgerung aus.

Des Weiteren müssen Sie über ausreichend Krankenversicherungsschutz, Pflegeversicherung und ausreichende Absicherung für das Alter (z.B. Rentenversicherung) verfügen.

Straffreiheit
Sie dürfen weder wegen einer rechtswidrigen Tat zu einer Strafe verurteilt noch darf auf Grund von Schuldunfähigkeit eine Maßregel der Besserung und Sicherung angeordnet worden sein. Außer Betracht bleiben hierbei:
 
  • die Verhängung von Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmitteln nach dem Jugendgerichtsgesetz,
  • Verurteilungen zu Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen und Verurteilungen zu Freiheitsstrafen bis zu drei Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt und nach Ablauf der Bewährungszeit erlassen worden sind.
Bei mehreren Bestrafungen werden die Strafen zusammengerechnet. Wurden Sie zu einer höheren Strafe verurteilt oder übersteigt die Gesamtsumme der Strafen die vorgenannten Höchstgrenzen nur geringfügig, kann die Behörde Sie im Einzelfall trotzdem einbürgern. Jugendstrafen stehen einer Einbürgerung jedoch immer entgegen.
Ausländische Verurteilungen zu Strafen sind zu berücksichtigen, wenn die Tat im Inland als strafbar anzusehen ist, die Verurteilung in einem rechtsstaatlichen Verfahren ausgesprochen worden ist und das Strafmaß verhältnismäßig ist.
 
Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
Erforderlich sind Sprachkenntnisse nach dem Europäischen Referenzrahmen B1. Dies können Sie durch Vorlage eines der folgenden Unterlagen nachweisen:
  • „Zertifikat Integrationskurs“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge,
  • Deutscher Hauptschulabschluss oder gleichwertiger oder höherer deutscher Schulabschluss,
  • Zeugnis über die Versetzung in die zehnte Klasse einer weiterführenden deutschsprachigen Schule (Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule),
  • Zeugnisse der letzten vier Schuljahre an eine deutschsprachige Schule mit erfolgter Versetzung in die jeweils nächst höhere Schulklasse,
  • Abschlusszeugnis/Diplom u.s.w. eines Studiums an einer deutschsprachigen (Fach-) Hochschule,
  • Abschlusszeugnis/Gesellenbrief u.s.w. einer deutschsprachigen Berufsausbildung,
  • das Zertifikat Deutsch B1 oder ein gleichwertiges oder höherwertiges Sprachdiplom (z.B. Zertifikat Deutsch für Jugendliche, Deutsches Sprachdiplom der KMK Stufe 1  oder 2, Bulats Deutsch (ab Testwert 40-59, ALTE-Stufe 2), Zertifikat Deutsch für den Beruf, Zertifikat Deutsch Plus, TestDaF, Dt. Sprachprüfung für den Hochschulzugang DSH, Zentrale Mittelstufenprüfung (ZMP), MD - Mittelstufe Deutsch, Prüfung Wirtschaftsdeutsch, Zentrale Oberstufenprüfung (ZOP), Kleines Deutsches Sprachdiplom, WD – Wirtschaftssprache Deutsch, Großes Deutsches Sprachdiplom

Wenn Sie keinen dieser Nachweise vorlegen können, kann die Einbürgerungsbehörde Sie auffordern, an einer  Sprachprüfung, z. B. an einer Volkshochschule teilzunehmen.

Bei einem minderjährigen Kind, das im Zeitpunkt der Einbürgerung das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, sind die Voraussetzungen bei einer altersgemäßen Sprachentwicklung erfüllt.

Ausnahmen:
Vom Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse wird abgesehen, wenn Sie wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung oder aufgrund Ihres Alters diese Voraussetzung nicht erfüllen können. In diesen Fällen kann von Ihnen verlangt werden, dass Sie entsprechende ärztliche Atteste vorlegen.

Bei Personen, die das 60. Lebensjahr bereits vollendet haben, wird kein Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verlangt.

Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung
Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung sind regelmäßig durch einen erfolgreichen Einbürgerungstest nachzuweisen.

Auf einen Einbürgerungstest kann verzichtet werden, wenn Sie

  • im Rahmen eines Integrationskurses den Test "Leben in Deutschland" mit mindestens 17, richtig beantworteten Fragen, bestanden haben,
  • ein Abschlusszeugnis einer deutschen Hauptschule oder ein vergleichbarer oder höherer Abschluss einer deutschen allgemein bildenden Schule besitzen,
  • an einer deutschen Hochschule einen rechts-, verwaltungs- oder politikwissenschaftliche Studienabschluss erworben haben.

Ausnahmen:
Von einem Einbürgerungstest können Sie befreit werden, wenn Sie die hierfür erforderlichen Kenntnisse wegen einer Krankheit oder Behinderung oder aufgrund Ihres Alters nicht erlernen können. In diesen Fällen kann von Ihnen verlangt werden, dass Sie entsprechende ärztliche Atteste vorlegen.

Bei Personen unter 16. Jahren und Personen die das 60. Lebensjahr bereits vollendet haben, wird kein Nachweis über die Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung verlangt.

Loyalitätserklärung
Der Einbürgerungsbewerber, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, muss sich grundsätzlich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bekennen.

Die freiheitliche demokratische Grundordnung ist Grundlage für das friedliche Zusammenleben der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. In diesem Begriff fasst man die Wertvorstellungen des Grundgesetzes zusammen. Zu den grundlegenden Prinzipien der freiheitlichen, demokratischen Grundordnung zählen insbesondere:

  • die Achtung der Menschenrechte, vor allem das Recht jedes Menschen auf Leben und freie Entfaltung und Gleichbehandlung (hierzu zählt auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau),
  • die Souveränität des Volkes,
  • die Gewaltenteilung,
  • die Verantwortlichkeit der Regierung,
  • die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung,
  • die Unabhängigkeit der Gerichte,
  • das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition.

1. Demokratie und Volksherrschaft
Nach dem Grundgesetz geht alle Staatsgewalt vom Volke aus. Das Volk bestimmt in regelmäßigen Wahlen Vertreter im Bund, in den Ländern und in den Gemeinden.  Diese nehmen die Interessen der jeweiligen Ebene, für die sie gewählt wurden, wahr und treffen die Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip.

2. Achtung der Grundrechte
Die Grundrechte ermöglichen es dem Einzelnen unter anderem, sich gegen deren Beeinträchtigung durch den Staat zu wehren. Der Staat hat die Grundrechte eines jeden Menschen zu schützen, aber auch gegen andere Menschen Personenvereinigungen und Organisationen. Jeder Mensch hat Anspruch auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Niemand darf andere in ihrer freien Selbstbestimmung beeinträchtigen z.B. hinsichtlich der religiösen Betätigung sowie des Zugangs zu Informationen, zur Bildung und zum Berufsleben. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

3. Gewaltenteilung
Der Grundsatz der Gewaltenteilung dient der Hemmung und Kontrolle staatlicher Macht. Die vom Volk ausgehende Staatsgewalt (siehe oben unter 1.) wird durch besondere Organe der Gesetzgebung (Parlamente), der vollziehenden Gewalt (Regierungen und Verwaltungen) und der Rechtsprechung (Gerichte) ausgeübt. Die Parlamente kontrollieren die Arbeit der Regierung.

4. Rechtsstaatsprinzip
Das Rechtsstaatsprinzip gewährleistet vor allem, dass Regierung und Verwaltung die Gesetze einhalten und es einen gerichtlichen Rechtsschutz bei Rechtsverletzungen durch die öffentliche Gewalt gibt. Jedem Bürger steht der Weg zu den Gerichten offen.

5. Gesetzmäßigkeit der Verwaltung
Die Verwaltungen müssen die Gesetze beachten und anwenden. Maßnahmen, die in Rechte des Bürgers eingreifen, bedürfen zu ihrer Rechtfertigung grundsätzlich einer gesetzlichen Grundlage, die diese Maßnahmen zulässt oder erlaubt.

6. Unabhängigkeit der Gerichte
Die Gerichte sind unabhängig. Sie können von Regierungen oder Parlamenten nicht kontrolliert werden. Die Richter sind nur ihrem Gewissen bei der Rechtsanwendung verpflichtet. Jeder Bürger hat einen Anspruch auf einen fairen Prozess.

7. Mehrparteienprinzip und Chancengleichheit der politischen Parteien
Ein wesentliches Merkmal der freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist, dass es verschiedene Parteien gibt. Alle Parteien haben die gleichen Chancen, ihre politischen Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Gründung, Bestand und Tätigkeit der Parteien sind frei von staatlichen Einflüssen und Eingriffen. Bei Wahlen haben alle Parteien die gleichen Möglichkeiten, für sich zu werben und gewählt zu werden. Durch das Mehrparteienprinzip wird die Meinungsvielfalt im öffentlichen Leben gewährleistet.

8. Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition
Die Opposition bildet das politische Gegengewicht zur Regierung und hat die Aufgabe, sie zu kontrollieren.  Sie kann Gesetzentwürfe einbringen. Die Regierung darf die Opposition nicht in ihrer Arbeit behindern.

Für Ihre Einbürgerung ist es wichtig, dass Sie die eben beschriebenen Elemente der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstanden und akzeptiert haben. Bitte stellen Sie Fragen, wenn Ihnen hierzu noch etwas unklar ist.

Mit Ihrer Unterschrift bekennen Sie sich zu den Grundwerten der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

Durch Ihre Unterschrift erklären Sie aber auch,

  • dass Sie keine Bestrebungen unterstützen oder selbst verfolgen, die sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung wenden,
  • dass sich Ihre Handlungen nicht gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland wenden,
  • dass Sie die Amtsausübung der gewählten Organe des Landes nicht behindern werden, und
  • dass Sie die auswärtigen Belange der Bundesrepublik Deutschland nicht durch Ausübung von Gewalt oder durch Vorbereitung solcher Handlungen gefährden wollen.

Des Weiteren wird Ihnen eine Liste extremistischer Organisationen vorgelegt. Diese müssen Sie sich vollständig durchlesen und angeben, ob Sie entweder „bisher keiner der genannten Organisationen angehört oder sie unterstützt haben“ oder „in der Zeit von…bis…der (Organisation) angehört oder unterstützt haben“ oder „seit...der (Organisation) angehören“

Mündliches feierliches Bekenntnis
Vor der Übergabe der Einbürgerungsurkunde müssen Sie zusätzlich zum schriftlich abzugebenden Bekenntnis mündlich Folgendes feierlich erklären:

„Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“

Dieses feierliche Bekenntnis soll das zuvor schriftlich geleistete Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekräftigen.

Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit
Bei der Einbürgerung ist das Entstehen von Mehrstaatigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden. Dies geschieht auf zwei Wegen: durch den Verlust oder die Aufgabe der ausländischen Staatsangehörigkeit.

Ausnahmen:
Das Gesetz sieht eine Reihe von Fällen vor, in denen Mehrstaatigkeit hingenommen wird (§12 StAG). Erkundigen Sie sich bei der Einbürgerungsbehörde, wie die Auslegung der Bestimmungen im Einzelfall ist, wenn Sie meinen, eine der dargestellten Regelungen träfe auf Sie zu.

Staatsangehörigkeiten eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz brauchen nicht aufgegeben zu werden.

Die staatsangehörigkeitsrechtlichen Vorschriften folgender Staaten sehen ein Ausscheiden aus der Staatsangehörigkeit nicht vor, daher erfolgt die Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit: Argentinien, Bolivien, Brasilien

Bei den folgenden Staaten betrifft dies nur Personen, die diese Staatsangehörigkeit durch Geburt erworben haben: Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador; Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Uruguay

Bei den folgenden Staaten ist, wegen der staatsangehörigkeitsrechtlichen Praxis in diesen Staaten, eine Aufgabe der Staatsangehörigkeit nicht möglich. Hier erfolgt derzeit ebenfalls die Einbürgerung unter Hinnahme der Mehrstaatigkeit: Afghanistan, Algerien, Angola, Eritrea, Iran, Irak, Jemen, Kuba, Libanon, Marokko, Nigeria, Syrien, Thailand, Tunesien.


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Rechtsgrundlage

Die Einbürgerungsvoraussetzungen, das Verfahren und die Gebühren sind im Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) geregelt. Für Staatenlose und heimatlose Ausländer gibt es weitere spezielle Vorschriften.

Bundesrechtlich geregelt ist auch der Einbürgerungstest in der Einbürgerungstestverordnung.



Links:
Spezielle Hinweise für - Rhein-Pfalz-Kreis

Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)
Vorläufigen Anwendungshinweise zum StAG

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Spezielle Hinweise für - Rhein-Pfalz-Kreis

Einbürgerungsantrag Word-Dokument zum elektronischen ausfüllen (FORMULAR / Stand 11/2017)
Einbürgerungsantrag PDF-Dokument zum handschriftlichen ausfüllen (FORMULAR / Stand 11/2017)
ausgefüllter Musterantrag (MUSTER)
Anlagen und Loyalitätserklärung zum Einbürgerungsantrag (MUSTER)
Arbeitgeberbestätigung (FORMULAR / Stand März 2017)

Welche Fristen muss ich beachten?

Einbürgerungsinteressierte, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, können selbst einen Einbürgerungsantrag stellen. Für jüngere Personen müssen die gesetzlichen Vertreter die Einbürgerung beantragen; das sind in der Regel die Eltern.

Welche Gebühren fallen an?

Die Regelgebühr für eine Einbürgerung liegt bei 255,00 Euro, für mit einzubürgernde minderjährige Kinder bei 51,00 Euro.

Mit Antragstellung werden Gebühren erhoben.

Spezielle Hinweise für - Rhein-Pfalz-Kreis
Die Einbürgerung in den deutschen Staatsverband ist für den Antragsteller generell gebührenpflichtig.
 
Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt gem. § 38 Abs. 2 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) 255,- €. Sie ermäßigt sich für jedes minderjähriges Kind, das miteingebürgert wird und keine eigenen Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes hat, auf 51,- €.
 
Gem. § 1 in Verbindung mit § 16 des Verwaltungskostengesetzes (VwKostG) kann bei Amtshandlungen die auf Antrag durchgeführt werden, ein Gebührenvorschuss in Höhe von bis zu 75% der zu erwartenden Gebühr erhoben werden.
 
Dies bedeutet die Erhebung einer Vorschussleistung von:
  • 191,- € für jeden Erwachsenen / jedes minderjähriges Kind, das alleine eingebürgert werden soll
  • 38,- € für jedes minderjährige Kind, wenn es mit einem Elternteil zusammen eingebürgert werden soll
Der Vorschuss wird als einmalige Zahlung bei Antragstellung fällig.
 
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der Antrag erst mit Entrichtung des vollen Gebührenvorschusses angenommen wird. Die restliche Gebühr (64,- €, bzw. 13,- €) wird vor Aushändigung der Einbürgerungsurkunde, also vor Abschluss des Verfahrens, fällig.

Auch die Ablehnung oder die Rücknahme eines laufenden Antrages auf Einbürgerung in den deutschen Staatsverband ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr für eine Antragsrücknahme beträgt in der Regel 50%, die Ablehnung der Einbürgerung durch Bescheid in der Regel 75% der Einbürgerungsgebühr.
 
Weitere Gebühren können bei Ihrer Heimatstaatsbehörde für die Entlassung aus Ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit anfallen. Zur Klärung der dort anfallenden Kosten sollten Sie sich an die für Sie zuständige Auslandsvertretung (Generalkonsulat/Botschaft) wenden.
Spezielle Hinweise für - Rhein-Pfalz-Kreis
Bevor Sie einen Antrag auf Einbürgerung stellen, sollten Sie ein persönliches Gespräch mit uns führen. Wir beraten Sie individuell und ausführlich zu den Einbürgerungsvorausetzungen, zum Ablauf des Einbürgerungsverfahrens und Sie erfahren, welche Unterlagen Sie konkret vorlegen müssen.

Alle Unterlagen sind im Original vorzulegen.
 
Von Unterlagen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist zusätzlich eine beglaubigte deutsche Übersetzung von einem in Deutschland zugelassenen Urkundenübersetzer notwendig.
Hier finden Sie Urkundenübersetzer

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